Tragen2019-07-22T23:44:33+01:00

Unsere Kinder sind Traglinge…

Ein Baby wird neun Monate im Bauch der Mutter getragen. Auch nach der Geburt sind die Babys Traglinge. Kinder die getragen werden bauen eine enge Beziehung auf. Dadurch schreien sie oftmals weniger. Tragen erfüllt das große Bedürfnis nach Nähe, Wärme und Geborgenheit. Dies wirkt sich positiv auf das kindliche Immunsystem und ihr emotionales Wohlbefinden aus. Kinder die genügend Wärme und Halt bekommen haben sind gestärkt. Hört ihr manchmal, dass ihr eure Babys verwöhnt durchs Tragen? Fakt ist: Sie können sich später besser lösen. Außerdem haben getragene Kinder ein gutes Selbstvertrauen. Sie können sich auch besser in die Gesellschaft integrieren. Na, wenn das mal nicht ein Beitrag zur Weltverbesserung ist?

Getragen wird nicht nur bei den Eingeborenen. Auch in unserem Kulturkreis war Tragen früher selbstverständlich. Erst im Zeitalter der Industrialisierung wurde der Kinderwagen erfunden. Kinder kommen noch nicht selbstständig zur Welt. Sie sind daher auf uns angewiesen und es ist nur natürlich sie noch weitere Monate herumzutragen.

Tragen fördert die Hirnentwicklung

Ihr kennt das vielleicht: Das Kind schreit und kommt rein in die Trage. Es schreit immer noch. Sobald Mama oder Papa sich dann bewegen, beruhigt es sich. Beim Tragen wird ein Säugling ständig geschaukelt. Diese Bewegungen wirken sich positiv auf Körper und Hirnentwicklung aus. Babys werden in der Anhock- Spreizhaltung im Tuch oder einer Tragehilfe getragen. Dadurch wird die optimale Hüftreifung begünstigt. Das bedeutet, dass sich die Hüftstellung gesund entwickeln kann. Hüftschädigungen wird vorgebeugt. Ebenso kann das breite Wickeln mit Stoffwindeln die Hüftenwicklung begünstigen.

Getragene Kinder haben ein besseres Immunsystem

Vielleicht habt ihr schon bemerkt, dass euer Kind selten oder nie erkrankt? Beim Tragen ist das Baby oder Kleinkind stets in Bewegung. Das regt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem .
Babys profitieren auch von der Körperwärme des Tragenden. Das Kind trägt ihr mit dem Bauch zum Körper. Somit unterstützt ihr die Funktion der Darmperistaltik des Babys. Und somit auch die Verdauung. Denn durch eure Körperwärme an Babys Bauch können Blähungen vorgebeugt oder gelindert werden. Weitere Unterstützung bei Blähungen bietet die Dunstan Babysprache.

Tragen erleichtert den Alltag

Das Tragetuch oder die Tragehilfe erweist sich als besonders praktische Alltagshilfe. Ihr habt die Hände frei. Das vereinfacht das Kochen, Einkaufen, Spazierengehen oder andere Dinge. Zusätzlich ist das Baby ganz eng am Körper. Dabei erlebt es den Alltag von euch tragender Person nahe mit- von einer sicheren Basis aus. Auf Augenhöhe könnt ihr mit dem Kind interagieren. Dies unterstützt die Wahrnehmung und Sinnesentwicklung. Wenn es eurem Kind zu viel wird, hat es jederzeit die Möglichkeit den Kopf zur Brust zu drehen. Es kann sich bei euch anzuschmiegen und zurückzuziehen.

Tragen wirkt sich positiv auf die Sprachentwicklung aus

Es ist wenig verwunderlich, dass ihr mit eurem Kind oftmals mehr kommuniziert, wenn es getragen wird. Denn ihr erklärt ihm z.B. was ihr sehen, und könnt schneller auf sein Unbehagen eingehen. Das fördert auch die Sprachentwicklung im Allgemeinen.
Zudem wirkt die Ausschüttung körpereigener Glückshormone bei einem getragenen Baby wie „Dünger“ auf seine Hirnentwicklung.

Tragen im Tuch entlastet die Rückenmuskulatur

Habt ihr schon bemerkt, dass Tragen im Tuch oder einer Tragehilfe weniger anstrengend ist? Habt ihr vielleicht Nackenverspannungen vom Baby am Arm tragen? Wird das Baby in einer Tragehilfe getragen, entlastet das den Rücken und beugt Rückenbeschwerden vor. Denn das Tragen im Tragetuch oder in einer Tragehilfe ist weitaus weniger belastend. Ihr beansprucht eure Muskulatur weniger, als wenn ihr euer Kind am Arm tragen würden.

Häufiges Tragen von Anfang an stärkt den Rücken des Tragenden. Eine eventuell geschwächte Rückenmuskulatur wird parallel zur Gewichtszunahme des Babys trainiert. Oft wird also das Tragen eines Neugeborenen anstrengender empfunden, als das eines Kleinkindes.

Tragen fördert die Hüftentwicklung des Kindes

Muskelstimulation fördert die Entwicklung. Das betrifft nicht nur das kindliche Skeletts sondern auch den gesamten Bewegungsapparat. Dies trägt zur richtigen Haltung eures Traglings bei. Eine Voraussetzung ist das ergonomisch RICHTIGE Tragen. Meide Tragehilfen bei denen die Beine des Kindes nicht in der 90 Grad Position (Anhock- Spreizhaltung) sind. Das gilt auch für alle Tragehilfen bei denen das Kind nach vorne, also von euch wegschaut.

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